Mpox

Mpox (ehemals Affenpocken) ist eine Viruserkrankung, die vor allem über engen Hautkontakt übertragen wird, einschliesslich sexuellen Kontakts. Eine Ansteckung ist auch über verunreinigte Gegenstände möglich oder durch Kontakt mit infizierten Tieren, insbesondere in Teilen Afrikas. In der Schweiz wird die Impfung Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko empfohlen.

Impfung für Risikogruppen/- situationen

Diese Impfung gehört nicht zu den generell empfohlenen Impfungen. 
Sie ist für Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko vorgesehen.

Kurz und knapp: Die Impfung gegen Mpox

Empfohlen für Personen, die mit dem Mpox-Virus in Kontakt kommen könnten

  • Männer und trans Personen, die Sex mit Männern haben
  • Personen mit beruflichem Ansteckungsrisiko, z. B. Laborpersonal
  • Personen mit engem Kontakt zu infizierten Personen

Impfschema

Vor möglichem Kontakt

  • zwei Impfdosen im Abstand von 28 Tagen
  • bei weiterbestehendem Risiko wird eine Auffrischimpfung nach zwei Jahren empfohlen

Nach möglichem Kontakt

  • eine Impfdosis möglichst innerhalb von 4 Tagen, spätestens jedoch 14 Tage nach dem Kontakt

Warum ist die Mpox-Impfung sinnvoll?

Die Impfung reduziert das Risiko einer Mpox-Erkrankung und schwerer Verläufe. Sie trägt zudem dazu bei, die Weitergabe des Virus zu verringern. Personen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere sowie Kinder haben ein erhöhtes Risiko, schwer zu erkranken.

Vorbeugend vor Mpox schützen
Mpox kann allgemeine Krankheitssymptome sowie schmerzhafte oder juckende Hautveränderungen verursachen. Häufig betroffen sind Haut- und Schleimhaut im Mund- oder Genitalbereich.
Bei intimen Kontakten schützen
Da Mpox häufig durch engen körperlichen Kontakt übertragen wird, reduziert die Impfung auch das Ansteckungsrisiko bei sexuellen Kontakten. Zusätzliche Schutzmassnahmen wie Safer Sex bleiben wichtig.
Weitergabe des Virus verringern
Die Impfung kann dazu beitragen, andere vor einer Ansteckung zu schützen und die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung zu begrenzen.
Auch nach einem möglichen Kontakt schützen
Wird die Impfung innerhalb weniger Tage nach einem möglichen Kontakt mit dem Virus verabreicht, kann sie das Risiko einer Erkrankung senken oder den Verlauf mildern.

Schutz und mögliche Nebenwirkungen

Die Mpox-Impfung wird bei bestimmten Risikogruppen sowie vor oder nach einem möglichen Kontakt mit dem Virus eingesetzt. Wie jedes Medikament kann auch ein Impfstoff Nebenwirkungen haben. Sie sind meist schwach und klingen nach 1 bis 3 Tagen ab.

Schutz

Das Wichtigste in Kürze

Die Mpox-Impfung schützt wirksam vor einer Erkrankung und insbesondere vor schweren Verläufen. Sie ist für Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko vorgesehen.

Mpox vorbeugen

Die Impfung bietet einen guten Schutz vor einer Erkrankung an Mpox. Ob sie auch eine Ansteckung und damit die Übertragung des Virus verhindert, ist bislang nicht abschliessend geklärt.

Schwere Verläufe verhindern

Die Impfung senkt das Risiko schwerer und schmerzhafter Krankheitsverläufe deutlich.

Mögliche Nebenwirkungen

Das Wichtigste in Kürze

Die Mpox-Impfung wird meistens gut vertragen. Häufige Nebenwirkungen gelten als normale Impfreaktionen – sie zeigen, dass das Immunsystem arbeitet. Auch ohne solche Reaktionen ist die Impfung wirksam.

Häufige Nebenwirkungen

Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötungen, kleine Schwellungen oder Schmerzen. Diese Reaktionen klingen nach 1 bis 3 Tagen von selbst ab.

Seltene Nebenwirkungen

Muskel- oder Gelenkschmerzen, Übelkeit, Lymphknotenschwellung

Sehr seltene Nebenwirkungen

Es kann bei einzelnen Personen direkt nach einer Impfung zu einer schweren allergischen Reaktion kommen. Eine solche muss sofort medizinisch behandelt werden.

Impfstoff

Der Mpox-Impfstoff ist ein sogenannter Lebendimpfstoff.

Lebendimpfstoffe haben eine lange Tradition und bieten dank abgeschwächter Erreger einen starken, langanhaltenden Schutz. Erfahren Sie hier, wie ein Lebendimpfstoff wirkt.

Fragen und Antworten

Wie breitet sich Mpox aus?open

Das Mpox-Virus wird vor allem durch engen körperlichen Kontakt übertragen. Dazu gehört der direkte Kontakt mit Hautveränderungen, Wunden oder betroffenen Schleimhäuten einer infizierten Person. Eine Ansteckung ist auch über gemeinsam genutzte Gegenstände wie Bettwäsche, Handtücher oder Kleidung möglich.

In seltenen Fällen kann das Virus von infizierten Tieren auf Menschen übertragen werden.  

In der Schweiz standen die meisten Erkrankungen im Zusammenhang mit engem intimem Kontakt.

Ist eine Impfung nach einer durchgemachten Mpox-Infektion sinnvoll?open

Wenn Sie bereits an Mpox erkrankt waren, besteht wahrscheinlich ein gewisser Schutz. Auch nach einer durchgemachten Mpox-Erkrankung kann eine Impfung sinnvoll sein, um den Schutz zu verstärken und das Risiko einer erneuten Erkrankung zu verringern. Der optimale Zeitpunkt der Impfung sollte individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.

Bin ich geschützt, wenn ich gegen Pocken geimpft wurde?open

Eine frühere Pockenimpfung bietet einen gewissen Schutz gegen Mpox. Dieser kann jedoch im Laufe der Zeit nachlassen. Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko wird deshalb eine Mpox-Impfung empfohlen, auch wenn sie früher gegen Pocken geimpft wurden. Für sie gilt jedoch ein angepasstes Impfschema.

Wo kann ich mich gegen Mpox impfen lassen?open

Die Mpox-Impfung wird in ausgewählten Krankenhäusern, spezialisierten Kliniken und Impfstellen angeboten. Die Organisation erfolgt durch die kantonalen Gesundheitsbehörden.

Wenn Sie vermuten, dass Sie ein erhöhtes Risiko haben oder Kontakt mit einer erkrankten Person hatten, wenden Sie sich rasch an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder das zuständige Gesundheitsamt, um das weitere Vorgehen zu klären.

Wer trägt die Kosten für die Mpox-Impfung?open

Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen und Impfstoffen durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) finden Sie auf der BAG-Webseite Kostenübernahme bei Impfungen
Das Merkblatt zur Finanzierung der Mpox-Impfung enthält zudem weiterführende Informationen zum Impfstoffzugang, zu den Anforderungen an die Leistungserbringer und zum Abrechnungsprozess.