Impfungen für junge Erwachsene

Ausbildung, Berufseinstieg, Freizeit und Zukunftspläne – der Kalender bleibt selten leer. Gut, wenn der Schutz immer dabei ist.

Impfungen schützen junge Erwachsene im Alltag, auf Reisen und bei der Familienplanung – für ein gesundes und aktives Leben.

Junge Erwachsene (18 - 26 Jahre)

Jung, aktiv, unterwegs: Mit Impfungen gut geschützt

Die Zwanziger sind voller Bewegung – ob Ausbildung, Job, Reisen oder neue Kontakte. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, den Impfstatus zu prüfen und Impfungen aufzufrischen oder nachzuholen. So schützt man sich selbst und trägt dazu bei, das Ansteckungsrisiko für Familie, Freundeskreis und Kollegschaft zu verringern.

Impfausweis überprüfen

Der Impfausweis zeigt, ob der Impfschutz vollständig ist. Er kann in Apotheken oder Arztpraxen überprüft werden.

Auffrischimpfungen

Für einen optimalen und langanhaltenden Schutz sollten einige Impfungen regelmässig aufgefrischt werden.

Nachholimpfungen

Im jungen Erwachsenenalter sollte der Impfstatus überprüft und fehlende Impfungen zeitnah nachgeholt werden.

Impfung einfach erhalten

Impfungen sind in Arztpraxen und Apotheken möglich. Arbeitgebende bieten sie teilweise an, ebenso Rekrutenschulen.

Aktiv leben

Ob Naturabenteuer, Reise oder intime Momente: umfassender Impfschutz ist wichtig. FSME-, HPV- und Reiseimpfungen frühzeitig prüfen.

Impfkalender für junge Erwachsene

Hier finden Sie die Impfempfehlungen.

ImpfungAlter in MonatenAlter in Jahren
023 - 44591212 - 184 - 711 - 152545ab 65

Diphtherie

3)

Starrkrampf

Tetanus

Keuchhusten

Pertussis

HPV

Humane Papillomaviren

1)
2)

FSME

Frühsommer-Meningoenzephalitis

für alle ab 3 Jahre bei Risiko
4)

Fragen und Antworten

Warum sollten junge Erwachsene ihren Impfausweis überprüfen?open

Im jungen Erwachsenenalter übernimmt man die Verantwortung für den eigenen Impfschutz. Wo früher die Eltern sorgten, liegt es jetzt an jedem selbst, den Impfausweis regelmässig zu prüfen, fehlende Impfungen nachzuholen und Auffrischimpfungen wahrzunehmen. Ebenso wichtig sind individuelle Impfungen, zum Beispiel gegen FSME bei Naturaktivitäten oder spezielle Reiseimpfungen. Verlässliche Informationen zu Nutzen und möglichen Nebenwirkungen bilden die Grundlage für eine fundierte Entscheidung. Fachpersonen wie Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker oder reisemedizinische Zentren beraten gerne dabei. Die Überprüfung und Aktualisierung des Impfschutzes ist unkompliziert, nimmt nur wenig Zeit in Anspruch und stellt sicher, dass ein umfassender Schutz besteht.

Welche Impfungen sollten nachgeholt werden? open

Wenn jemand eine empfohlene Impfung nicht im vorgesehenen Alter oder zum geplanten Zeitpunkt bekommen hat (z. B. in der Kindheit), kann diese Impfung nachgeholt und der Impfschutz vervollständigt werden.

Es ist empfohlen, die Impfungen gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Meningokokken (bis zum 20. Geburtstag), und HPV nachzuholen (vgl. Impfungen).

Je nach Lebensumständen, Aktivitäten und individuellen Risiken können weitere Impfungen sinnvoll sein. Für eine persönliche Beratung können Sie sich gerne an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder an eine Apotheke wenden.

Welche Impfungen sollten aufgefrischt werden? open

Impfungen haben eine unterschiedliche Schutzdauer und deshalb gibt es Impfungen, die eine Auffrischung brauchen: wie Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten und FSME wichtig (je nach Alter und Impfung alle 10 bis 20 Jahre).

Lassen Sie den Impfausweis in der Apotheke, oder bei der Ärztin oder dem Arzt überprüfen und sich beraten.

Ist eine HPV-Impfung noch sinnvoll, obwohl ich bereits sexuelle Kontakte hatte? open

Ja, die HPV-Impfung ist auch nach den ersten sexuellen Kontakten sinnvoll. Die Impfung schützt vor den HPV-Typen, mit denen bisher keine Infektion stattgefunden hat. Sie senkt das Risiko für verschiedene Krebsarten im Genital-, Anal- und Hals-Rachen-Bereich sowie für Genitalwarzen. Kondome bieten nur einen eingeschränkten Schutz, da eine Übertragung auch über infizierte Haut- und Schleimhautbereiche erfolgen kann. Die Impfung wird jungen Erwachsenen bis zum 26. Lebensjahr empfohlen. Bei Unsicherheiten ist ein Gespräch mit einer Fachperson empfehlenswert. 

Gibt es Impfungen, die für bestimmte Berufe empfohlen werden?open

Je nach Beruf kann das Risiko, sich mit bestimmten Krankheiten anzustecken, höher sein. Deshalb werden für einige Berufsgruppen als Ergänzung zu den allgemein empfohlenen Impfungen zusätzliche Impfungen empfohlen.

Beispiele:

  • Gesundheitswesen, Pflege, Kitas, Schulen: Hepatitis B (für Erwachsene ohne Grundimmunisierung), Grippe, Keuchhusten
  • Laborpersonal / medizinische Forschung: Impfungen gegen spezifische Erreger, mit denen gearbeitet wird
  • Gärtner, Förster, Waldarbeiter: FSME
  • Berufe mit direktem Kontakt zu Tieren oder Tierhaltung: FSME, Tollwut
  • Kontakt zu Hausgeflügel oder Wildvögeln: Grippe
Welche Impfungen brauche ich für Reisen?open

Bei einem Aufenthalt im Ausland ist der allgemeine Impfschutz wichtig – etwa gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln. Je nach Land können auch zusätzliche Impfungen erforderlich sein. Besonders für Reisen in tropische oder subtropische Länder können zusätzliche Reiseimpfungen empfohlen werden, z. B. gegen Hepatitis A, Typhus, Meningokokken, Gelbfieber, Tollwut oder Japanische Enzephalitis. Lassen Sie sich frühzeitig vor der Abreise für Ihr Reiseziel medizinisch beraten. So können notwendige Impfungen, Prophylaxen und Hygienevorkehrungen rechtzeitig geplant und wirksam umgesetzt werden.

Mehr Infos finden Sie auf www.healthytravel.ch.

Welche Impfungen sind vor einer geplanten Familiengründung wichtig?open

Vor einer geplanten Schwangerschaft sollte sichergestellt werden, dass ein ausreichender Schutz gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken besteht – entweder durch eine frühere Erkrankung oder durch vollständige Impfung. Diese Krankheiten können während der Schwangerschaft zu Komplikationen führen und sowohl für Mutter als auch Kind gefährlich sein.

Röteln können beim ungeborenen Kind zu schweren Fehlbildungen führen, vor allem in den ersten 20 Schwangerschaftswochen. Masern sind hochansteckend und erhöhen das Risiko für Fehl- oder Frühgeburten. Mumps kann bei Erwachsenen ernster verlaufen und Fieber oder Entzündungen verursachen, die während der Schwangerschaft belastend sind. Eine Infektion mit Windpocken kann schwerer verlaufen und bei der Mutter zu Komplikationen wie Lungenentzündung führen. Eine Ansteckung während der Schwangerschaft kann auch negative Folgen für das Kind haben.

Da es sich bei diesen Impfstoffen um Lebendimpfstoffe handelt, dürfen sie nicht während der Schwangerschaft gegeben werden. Deshalb sollten fehlende Impfungen spätestens 30 Tage vor einer möglichen Empfängnis abgeschlossen sein. Wer unsicher ist, ob bereits eine Immunität besteht, kann dies durch eine Blutuntersuchung klären lassen.

Lassen Sie sich rechtzeitig beraten, um sich und Ihr Kind bestmöglich zu schützen (vgl. Kinderwunsch und Schwangerschaft).