Gesund aufwachsen: gut geschützt durch die Grundschulzeit
Impfkalender für Kinder
Hier finden Sie die Impfempfehlungen.
| Impfung | Alter in Monaten | Alter in Jahren | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 2 | 3 - 4 | 4 | 5 | 9 | 12 | 12 - 18 | 4 - 7 | 11 - 15 | 25 | 45 | ab 65 | |||
Diphtherie | 1) | ||||||||||||||
StarrkrampfTetanus | |||||||||||||||
KeuchhustenPertussis | |||||||||||||||
KinderlähmungPoliomyelitis | |||||||||||||||
FSMEFrühsommer-Meningoenzephalitis | für alle ab 3 Jahre bei Risiko 2) | ||||||||||||||

Fragen und Antworten
01Mein Kind hat bis zum 5. Lebensjahr alle empfohlenen Impfungen erhalten. Wie lange hält dieser Schutz?
Die Schutzdauer von Impfungen unterscheidet sich: Bei manchen bleibt der Schutz dauerhaft bestehen, bei anderen lässt der Schutz mit der Zeit nach. Einige Impfungen sollten daher zu bestimmten Zeitpunkten aufgefrischt werden, um einen sicheren Schutz aufrechtzuerhalten. Wann und wie oft Auffrischimpfungen nötig sind, hängt von der jeweiligen Impfung ab.
Eine sorgfältige Dokumentation aller Impfungen im Impfausweis ist wichtig, damit eine Fachperson Sie und Ihr Kind individuell beraten kann.
02Welche Impfungen sind im Alter von 6 bis 10 Jahren empfohlen?
Im Grundschulalter stehen Auffrischimpfungen im Vordergrund: Die Kombinationsimpfung gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten und Kinderlähmung wird im Alter von 4 bis 7 Jahren empfohlen. Zusätzlich können verpasste Impfungen nachgeholt werden. Je nach Wohnort oder individuellen Risiken können Impfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), bestimmte Reiseimpfungen oder weitere Impfungen sinnvoll sein. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.
03Warum soll ich mein Kind gegen sehr seltene Krankheiten wie Kinderlähmung impfen lassen?
Auch wenn Krankheiten wie Kinderlähmung (Polio) in der Schweiz seit Jahrzehnten nicht mehr vorkommen, bleibt die Impfung wichtig. Krankheiten wie Polio, Diphtherie oder Masern können wieder auftreten, wenn der Impfschutz in der Bevölkerung nachlässt. Solange Erreger wie das Poliovirus in anderen Ländern weiterhin vorkommen, können diese Infektionskrankheiten durch internationalen Reiseverkehr oder Migration auch wieder in der Schweiz auftreten. Diese empfohlenen Impfungen schützen einerseits Ihr Kind und helfen gleichzeitig, andere zu schützen. Eine Impfung bleibt notwendig, bis die Krankheit – wie einst die Pocken – weltweit vollständig ausgerottet ist.
04Soll ich mein Kind auch gegen andere Krankheiten impfen lassen?
Es gibt Impfungen, die nicht für jedes Kind empfohlen werden, sondern nur nach individuellem Risiko, wie z. B. bei Vorerkrankungen, geplanten Reisen oder einem erhöhten Ansteckungsrisiko. Dazu gehören Impfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), saisonale Grippe, Tollwut, Tuberkulose, Hepatitis A oder andere Reiseimpfungen. Am besten lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.
05Gibt es Gründe, die gegen eine Impfung meines Kindes sprechen?
Besprechen Sie jede Impfung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Sie/Er kennt die Krankengeschichte Ihres Kindes. Teilen Sie auch Unsicherheiten mit, damit die Ärztin oder der Arzt Sie und Ihr Kind individuell beraten kann.
Vor jeder Impfung sollten Sie der impfenden Fachperson mitteilen, wenn Ihr Kind:
- sich nicht wohl fühlt
- in den letzten Tagen Fieber hatte
- ein Medikament nimmt
- nach einer Impfung Reaktionen gezeigt hat
- schon einmal eine schwere allergische Reaktion hatte
- eine schwere Immunschwäche hat
- HIV-positiv ist
Obwohl es nur sehr wenige wissenschaftlich haltbare Gründe gibt, nicht zu impfen, hört man diesbezüglich oft falsche Aussagen. Sprechen Sie darüber mit einer Fachperson.
Bei akuter, schwerer Krankheit soll die Impfung verschoben werden.
06Wer berät zum Thema Impfen?
Wenden Sie sich an Gesundheitsfachpersonen oder Beratungsstellen, wenn Sie eine individuelle Beratung wünschen oder Fragen und Unsicherheiten klären möchten. Ansprechpersonen sind zum Beispiel Kinderärztinnen und Kinderärzte, Hausärztinnen und Hausärzte, Apothekerinnen und Apotheker, der schulärztliche Dienst oder Schulgesundheitsfachkräfte.