Zusatzstoffe in Impfstoffen erfüllen wichtige Funktionen – sie machen den Impfstoff wirksam, sicher und haltbar. Die meisten dieser Stoffe sind seit Langem bekannt und kommen auch in anderen medizinischen Produkten vor. So dient beispielsweise Kochsalzlösung als Flüssigkeitsbasis, um den Impfstoff auf die richtige Konzentration zu bringen. Einige Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass Impfstoffe während der Herstellung und Lagerung haltbar bleiben und frei von Verunreinigungen sind. So wird zum Beispiel Formaldehyd verwendet, um Viren in sogenannten Totimpfstoffen zu inaktivieren, sodass sie keine Krankheit mehr auslösen können. Antibiotika verhindern Verunreinigungen während der Herstellung. Spuren von Hühnereiweiss können aus dem Herstellungsprozess stammen. Im fertigen Impfstoff sind jedoch nur sehr geringe Mengen dieser Stoffe enthalten. Der Körper baut diese Rückstände schnell ab und scheidet sie aus.
Manche Impfstoffe enthalten Adjuvanzien, die das Immunsystem gezielt dabei unterstützen, auf den Impfstoff zu reagieren. Besonders bei Totimpfstoffen, die nur kleine, nicht vermehrungsfähige Bestandteile eines Erregers enthalten, helfen solche Stoffe, eine stärkere und länger anhaltende Immunantwort zu erzeugen. Meistens werden dafür Aluminiumsalze eingesetzt. Adjuvanzien sind gut erforscht, gelten als unbedenklich und tragen dazu bei, dass oft weniger Impfdosen nötig sind.
Wichtig zu wissen: Alle Impfstoffe werden auf verschiedene relevante Aspekte (Qualität, Wirksamkeit, Sicherheit) und gestützt auf die Studien der Hersteller geprüft, bevor sie zugelassen werden. Auch nach der Zulassung werden sie laufend überwacht, um ihre Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten (vgl. FAQ 09).