Humane Papillomaviren sind so verbreitet, dass sich die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens damit anstecken. Eine Infektion mit HPV verläuft in der Regel unbemerkt, verursacht keine Beschwerden und heilt meist von selbst aus. Eine seltene Folge können jedoch verschiedene Krebsarten sein, die Jahre bis Jahrzehnte nach der Infektion entstehen.
Schätzungen zu den Häufigkeiten:
70 % bis 80 % der sexuell aktiven Frauen und Männer infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV.
In 70 % dieser Fälle verschwindet das Virus innerhalb eines Jahres nach der Infektion und in 90 % innerhalb von zwei Jahren.
Bei einer fortdauernden Infektion mit einem krebsauslösenden Typ des Virus kann sich eine Krebsvorstufe und daraus eine Krebserkrankung entwickeln.
In der Schweiz erkranken jährlich etwa 500 Personen an einem durch HPV verursachten Krebs im Analbereich oder am Gebärmutterhals. Hinzu kommen weitere HPV-bedingte Krebsarten im Genital- sowie im Hals-Rachen-Bereich, für die in der Schweiz derzeit keine genauen Schätzungen vorliegen.