Stark im Leben: mit effektivem Impfschutz
Impfkalender für Erwachsene
Hier finden Sie die Impfempfehlungen.
| Impfung | Alter in Monaten | Alter in Jahren | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 2 | 3 - 4 | 4 | 5 | 9 | 12 | 12 - 18 | 4 - 7 | 11 - 15 | 25 | 45 | ab 65 | |||
Diphtherie | 1) | ||||||||||||||
StarrkrampfTetanus | |||||||||||||||
FSMEFrühsommer-Meningoenzephalitis | für alle ab 3 Jahre bei Risiko 2) | ||||||||||||||

Fragen und Antworten
01Welche Impfungen sollten nachgeholt werden?
Es ist empfohlen, Impfungen gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken nachzuholen.
Aufgrund von weiteren Risiken können weitere Impfungen dazu kommen. Für eine persönliche Beratung können Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder an eine Apotheke wenden.
02Welche Impfungen sollten aufgefrischt werden?
Impfungen haben eine unterschiedliche Schutzdauer und deshalb gibt es Impfungen, die eine Auffrischung brauchen: wie Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten und FSME (je nach Alter und Impfung alle 10 bis 20 Jahre).
Lassen Sie den Impfausweis in der Apotheke, oder bei der Ärztin oder dem Arzt überprüfen und sich beraten.
03Reicht es aus, wenn ich meine Auffrischimpfung gegen Starrkrampt nach einer Verletzung erhalte?
Nein, es ist nicht ausreichend, die Tetanus-Auffrischimpfung erst nach einer Verletzung zu erhalten. Die empfohlene Auffrischung erfolgt alle 20 Jahre für Erwachsene bis 64 Jahre, danach alle 10 Jahre. Eine Impfung nach einer Verletzung dient nur als Notfallmassnahme, falls der Impfschutz unklar oder unzureichend ist. Regelmässige Auffrischungen sind notwendig, um einen kontinuierlichen Schutz sicherzustellen und schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden.
04Welche Impfungen sind vor einer geplanten Familiengründung wichtig?
Vor einer geplanten Schwangerschaft sollte sichergestellt werden, dass ein ausreichender Schutz gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken besteht – entweder durch eine frühere Erkrankung oder durch vollständige Impfung. Diese Krankheiten können während der Schwangerschaft zu Komplikationen führen und sowohl für Mutter als auch Kind gefährlich sein.
Röteln können beim ungeborenen Kind zu schweren Fehlbildungen führen, vor allem in den ersten 20 Schwangerschaftswochen. Masern sind hochansteckend und erhöhen das Risiko für Fehl- oder Frühgeburten. Mumps kann bei Erwachsenen ernster verlaufen und Fieber oder Entzündungen verursachen, die während der Schwangerschaft belastend sind. Eine Infektion mit Windpocken kann schwerer verlaufen und bei der Mutter zu Komplikationen wie Lungenentzündung führen. Eine Ansteckung während der Schwangerschaft kann auch negative Folgen für das Kind haben.
Da es sich bei diesen Impfstoffen um Lebendimpfstoffe handelt, dürfen sie nicht während der Schwangerschaft gegeben werden. Deshalb sollten fehlende Impfungen spätestens 30 Tage vor einer möglichen Empfängnis abgeschlossen sein. Wer unsicher ist, ob bereits eine Immunität besteht, kann dies durch eine Blutuntersuchung klären lassen.
Lassen Sie sich rechtzeitig beraten, um sich und Ihr Kind bestmöglich zu schützen (vgl. Kinderwunsch und Schwangerschaft).
05Welche Impfungen sind für eine Reise wichtig?
Das hängt vom Reiseziel, von der Jahreszeit, der Aufenthaltsdauer und den geplanten Aktivitäten ab. Bei einem Aufenthalt im Ausland ist der allgemeine Impfschutz wichtig – etwa gegen Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln und Kinderlähmung. Je nach Reiseziel können zusätzliche Impfungen empfohlen werden, zum Beispiel gegen Hepatitis A, Typhus, Meningokokken, Gelbfieber, Tollwut oder Japanische Enzephalitis. Eine reisemedizinische Beratung, idealerweise sechs bis acht Wochen vor Abreise, stellt sicher, dass der Schutz vollständig ist.
Mehr Infos finden Sie auf www.healthytravel.ch.
06Gibt es Impfungen, die für bestimmte Berufe empfohlen werden?
Je nach Beruf kann das Risiko, sich mit bestimmten Krankheiten anzustecken, höher sein. Deshalb werden für einige Berufsgruppen als Ergänzung zu den allgemein empfohlenen Impfungen zusätzliche Impfungen empfohlen.
Beispiele:
- Gesundheitswesen, Pflege, Kitas, Schulen: Hepatitis B (für Erwachsene ohne Grundimmunisierung), Grippe, Keuchhusten
- Laborpersonal / medizinische Forschung: Impfungen gegen spezifische Erreger, mit denen gearbeitet wird
- Gärtner, Förster, Waldarbeiter: FSME
- Berufe mit direktem Kontakt zu Tieren oder Tierhaltung: FSME, Tollwut
- Kontakt zu Hausgeflügel oder Wildvögeln: Grippe
