Impfungen für Jugendliche

Neue Freiheiten erleben. Neue Orte entdecken. Grenzen verschieben. Gut, wenn der Schutz immer dabei ist.

Beständig geschützt in einer Zeit voller Veränderungen: Impfungen helfen Jugendlichen, Schule, Sport, Freizeit und Freunde unbeschwert zu geniessen.

Jugendliche (11-17 Jahre)

Gesund unterwegs: Schutz für Teenager in einer bewegten Lebensphase

Körper und Leben verändern sich: Im Jugendalter werden neue Impfungen gegen Infektionskrankheiten wichtig. Deshalb sind sie für alle Jugendlichen empfohlen. In diesem Alter sollten auch früher erhaltene Impfungen wieder aufgefrischt werden.

Schritt für Schritt mehr Verantwortung 

Mit dem Älterwerden wird es wichtiger, auf die eigene Gesundheit zu achten – und Rücksicht auf die Gesundheit anderer zu nehmen.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dich zu schützen

Einige Impfungen sind gerade jetzt wichtig. Sie helfen dir, dich zuverlässig zu schützen – heute und in Zukunft.

Auffrischimpfungen und Nachholimpfungen

Für einen optimalen Schutz sollten einige Impfungen jetzt aufgefrischt und fehlende oder unvollständige nachgeholt werden.

Impfausweis überprüfen

Der Impfausweis zeigt, ob dein Schutz vollständig ist. Ärztinnen und Ärzte oder Apotheken helfen beim Überprüfen.

Vertrauen durch Beratung von Fachpersonen

Die persönliche Beratung hilft dir und deinen Eltern, Fragen zu klären und gut informierte Entscheidungen für deine Gesundheit zu treffen.

Impfplan für Jugendliche

Hier findest du die Impfempfehlungen.

ImpfungAlter in MonatenAlter in Jahren
023 - 44591212 - 184 - 711 - 152545ab 65

Diphtherie

6)

Starrkrampf

Tetanus

Keuchhusten

Pertussis

Hepatitis B

3)

Meningokokken

1)
1)
2)
4)

Windpocken

Varizellen

3)

HPV

Humane Papillomaviren

3)
5)

FSME

Frühsommer-Meningoenzephalitis

für alle ab 3 Jahre bei Risiko
7)

Fragen und Antworten

Warum impfen?open

Eine Impfung schützt dich vor Krankheiten, die ernste Folgen haben können. Die Impfung ahmt eine natürliche Infektion nach und hilft so deinem Körper, Abwehrkräfte gegen Viren und Bakterien zu entwickeln. Sie kann auch dazu beitragen, Familie, Freunde und andere Menschen in deiner Umgebung zu schützen. Impfungen erfolgen nach Plan – deine Ärztin oder dein Arzt kann dir sagen, welche Impfungen gerade jetzt wichtig sind. Geimpft zu sein bedeutet keinen 100-prozentigen Schutz, aber Krankheiten verlaufen deutlich milder. Die Sicherheit von Impfstoffen wird gründlich geprüft. Nebenwirkungen sind meistens mild und klingen nach 1 bis 3 Tagen von selbst wieder ab.

Der Piks der Impfung kann unangenehm sein, aber er dauert nur kurz und schützt dich lange! Wenn du dir Sorgen machst: Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Je älter du wirst, desto mehr Verantwortung kannst du übernehmen – auch für deinen Körper. Dazu gehört auch das Impfen: Informiere dich darüber und besprich dich mit deinen Eltern. Denn der Entscheid, ob und gegen welche Krankheiten du dich impfen lässt, ist wichtig.

Warum ist die Impfung gegen HPV für alle Jugendlichen wichtig und wann ist der beste Zeitpunkt?open

Humane Papillomaviren (HPV) können verschiedene Krebsarten im Genital-, Analbereich oder im Hals-Rachen-Bereich auslösen und Genitalwarzen verursachen. HPV kann man vor allem beim Sex oder durch ganz nahen Körperkontakt bekommen. Wenn du dich impfst, bist du vor den häufigsten und gefährlichsten HPV-Typen geschützt. Die HPV-Impfung wird am besten im Alter von 11 bis 14 Jahren zweimal gegeben – am besten noch bevor du erste sexuelle Erfahrungen machst.

Oft merkst du nicht, dass du mit HPV angesteckt bist, und kannst so das Virus unbewusst weitergeben. Die Impfung schützt nicht nur Dich, sondern hilft auch, HPV weniger zu verbreiten.

Kann ich mich auf eigenen Wunsch impfen lassen, ohne dass meine Eltern davon wissen? open

In der Schweiz darfst du ab 12 Jahren grundsätzlich selbst über Impfungen entscheiden, wenn du als urteilsfähig giltst. Das bedeutet, dass du die Entscheidung und ihre Folgen verstehst. Die Prüfung, ob jemand urteilsfähig ist, liegt bei der impfenden Fachperson. Eine feste Altersgrenze dafür gibt es nicht. Ab 16 Jahren wird in der Regel davon ausgegangen, dass diese Urteilsfähigkeit vorhanden ist.

Ärztinnen und Ärzte können dich also auch auf deinen eigenen Wunsch hin impfen. Vor jeder Impfung informieren sie dich über den Nutzen und mögliche Risiken und stellen sicher, dass du alles gut verstehst.

Wenn du unsicher bist oder Fragen hast, kannst du dich in einer Arztpraxis, beim schulärztlichen Dienst, einer Gesundheitsfachperson an der Schule oder in einer Apotheke beraten lassen.

Ich habe als Kind keine oder nicht alle Impfungen bekommen. Kann ich die Impfungen nachholen?open

Ja, du kannst die Impfungen nachholen. Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, der schulärztliche Dienst oder eine Gesundheitsfachperson an der Schule beraten dich dabei. Jede Impfung zählt – auch wenn du sie erst später machst – und schützt dich vor der entsprechenden Krankheit.

Sollte ich mich gegen Windpocken impfen? open

Wenn du die Windpocken nicht hattest und noch nicht zwei Impfdosen erhalten hast, solltest du dich impfen lassen. Windpocken sind sehr ansteckend und führen zu Fieber und juckendem Ausschlag. Bei Kindern verlaufen sie oft harmlos, bei Jugendlichen und Erwachsenen können sie aber deutlich schwerer sein. Die Impfung schützt zuverlässig vor Windpocken und senkt das Risiko, später Gürtelrose zu bekommen. Deshalb ist es wichtig, die Impfung nachzuholen, falls du noch nicht geschützt bist.

Mir wurde in der Vergangenheit nach einer Spritze schwindelig oder ich wurde ohnmächtig. Kann das wieder passieren?open

In einigen Fällen kann es vorkommen, dass sich Personen während oder kurz nach der Impfung schwindelig fühlen oder sogar kurz das Bewusstsein verlieren. Begleitend können Beschwerden wie Herzklopfen, Schwächegefühl oder kalter Schweiss auftreten. Es handelt sich um eine stressbedingte Reaktion in Zusammenhang mit Spritzen oder Schmerzen des Einstichs, die zwar unangenehm, aber an sich nicht gefährlich ist. Diese Reaktion auf Schmerzen oder Spritzen ist im Zusammenhang mit Impfungen bekannt.

Normalerweise erholt sich die betroffene Person innerhalb weniger Minuten und es gibt keinen Grund zur Beunruhigung. Jedoch kann ein Sturz in Zusammenhang mit diesen Beschwerden zu Verletzungen führen. Daher ist es wichtig, vor der Impfung die Gesundheitsfachperson über solche Erfahrungen bei früheren Impfungen zu informieren. In solchen Fällen kann die Impfung in liegender Position durchgeführt werden. Wenn man vor einer Impfung nervös ist, kann es helfen, langsam zu atmen und bis zehn zu zählen oder andere Entspannungsmethoden anzuwenden.

Wer kann mir beim Thema Impfen helfen?open

Wenn du Fragen hast oder unsicher bist, sprich mit Gesundheitsfachpersonen. Das können zum Beispiel Kinder- oder Hausärztinnen und -ärzte, der schulärztliche Dienst, eine Gesundheitsfachperson an der Schule, Apothekerinnen und Apotheker oder Beratungsstellen sein. Sie können dir genau erklären, welche Impfungen für dich jetzt wichtig und empfohlen sind.