
Der Gürtelrose-Impfstoff ist ein sogenannter Totimpfstoff.
Totimpfstoffe sind bewährte Impfstoffe, die gut verträglich sind, da sie keine lebenden Erreger enthalten. Erfahren Sie hier, wie ein Totimpfstoff wirkt.
Gürtelrose (Herpes Zoster) ist eine schmerzhafte Erkrankung, die entsteht, wenn das Windpocken-Virus im Körper wieder aktiv wird. Sie verursacht einen meist einseitigen Hautausschlag und kann zu lang anhaltenden Nervenschmerzen führen, besonders im höheren Alter. Die Impfung senkt das Risiko deutlich.
| Impfung | Alter in Monaten | Alter in Jahren | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 2 | 3 - 4 | 4 | 5 | 9 | 12 | 12 - 18 | 4 - 7 | 11 - 15 | 25 | 45 | ab 65 | |||
GürtelroseHerpes Zoster | 1) | ||||||||||||||
Fast alle erwachsenen Menschen in der Schweiz haben früher Windpocken durchgemacht. Für die Impfung gegen Gürtelrose ist daher kein Nachweis einer früheren Erkrankung mittels Bluttest erforderlich.
Steht jedoch eine Behandlung bevor, die das Immunsystem stark schwächt, oder ist eine Organtransplantation geplant, kann ein Bluttest sinnvoll sein. Zeigt dieser, dass kein Schutz gegen Windpocken besteht – also weder durch eine frühere Erkrankung noch durch eine Impfung – wird eine Impfung gegen Windpocken empfohlen.
Ja. Auch Personen, die gegen Windpocken geimpft wurden, können später an Gürtelrose erkranken. Die Impfung gegen Gürtelrose wird allen Personen ab 65 Jahren empfohlen. Personen mit bestimmten Risikofaktoren, zum Beispiel einer Immunschwäche, sollten sich bereits früher impfen lassen.
Ja. Eine Gürtelrose kann mehrmals auftreten. Die Impfung reduziert das Risiko für erneute Erkrankungen und mögliche Komplikationen. Sie dient jedoch nicht zur Behandlung einer bestehenden Gürtelrose. Geimpft wird erst nach vollständigem Abklingen der Erkrankung.
Mehrere neuere Studien zeigen, dass geimpfte Personen ein geringeres Risiko haben könnten, an Demenz zu erkranken.
Warum das so ist, ist noch nicht vollständig geklärt. Fachleute vermuten, dass die Impfung Entzündungen im Nervensystem reduziert, die durch Gürtelrose verursacht werden und möglicherweise zur Entstehung von Demenz beitragen können.
Wichtig ist, dass dieser mögliche Zusatznutzen noch weiter erforscht wird. Die Impfung wird in erster Linie empfohlen, um vor Gürtelrose und deren Komplikationen zu schützen.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen und Impfstoffen durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) finden Sie auf der BAG-Webseite Kostenübernahme bei Impfungen.